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Beleuchtung

01 | Informationen

Künstliche Beleuchtung: Nach der geltenden Arbeitsstättenregel ASR A 3.4 Beleuchtung [528] sind Untersuchungsbereiche in Notfallambulanzen als „Arbeitsbereiche für medizinische oder pflegerische Tätigkeiten mit erhöhtem Gefährdungspotential durch Umgang mit Körperflüssigkeiten, Körperausscheidungen oder kontaminierten Gegenständen oder mit spitzen, scharfen, sich bewegenden oder heißen Instrumenten“ anzusehen. Demnach muss die Beleuchtungsstärke in den Untersuchungsräumen bei 500 lx liegen. Die Beleuchtung sollte blendfrei und gleichmäßig über den gesamten Raum ausgelegt sein, damit beim schnellen Wechsel zwischen einzelnen Arbeitsbereichen im Raum anstrengende Adaptionsleistungen für die Augen vermieden werden und eine schnelle und präzise visuelle Wahrnehmung möglich ist. Aus demselben Grund sollten die Flure in Notfallambulanzen mindestens mit den in ASR A3.4 [528] vorgesehenen 200 lx ausgeleuchtet sein und nachts nicht abgedunkelt werden. An Teilflächen, an denen besondere Sehaufgaben bestehen, sind Beleuchtungsstärken von 1000 lx und mehr erforderlich. Das ist im Bereich der Untersuchungsliegen erforderlich, wo Zustand und Reaktionen von akut betroffenen Patientinnen und Patienten zuverlässig eingeschätzt werden müssen und z. B. Zugänge gelegt, Veränderungen von Haut und Gewebe wahrgenommen und Wunden bearbeitet werden müssen. Zweckmäßigerweise wird die zusätzliche Beleuchtung durch schwenkbare und ggf. in der Stärke veränderbare Zusatzleuchten erzielt, die üblicherweise im Bereich der Untersuchungsliegen angeordnet sind.

Im Bereich der Patientenaufnahme muss eine Beleuchtungsstärke von 500 lx vorhanden sein. Im angrenzenden Wartebereich sind 200 lx einzuhalten.

Tageslichteinfluss: Arbeiten unter Tageslichteinfluss ist grundsätzlich verträglicher und trägt dazu bei, Gesundheitsbelastungen zu vermeiden. Deshalb müssen nach Arbeitsstättenverordnung und ASR A 3.4 [528] Arbeitsräume möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und eine Sichtverbindung nach außen haben, es sei denn, betriebsbedingte Gründe sprechen dagegen. Deshalb sollten auch die Arbeitsräume in Notfallambulanzen Tageslicht haben. Da die Untersuchungsräume aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes von außen nicht einsehbar sein sollen, müssen je nach Lage der Räume hinsichtlich des Sichtkontaktes nach außen Abstriche gemacht werden.