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Beleuchtung

02 | weitere Hinweise

Notfallambulanzen im Bestand:

Innenliegende Notfallambulanzen:

Ältere Krankenhäuser haben nicht selten innen liegende Notfallambulanzen, die kaum Tageslichtbeleuchtung haben. Gründe dafür sind u. a.:

  • eine effiziente Flächenausnutzung im Gebäude
  • günstige Transportwege
  • Sichtschutzanforderungen, die keinen ungehinderten Sichtkontakt nach außen zulassen
  • der Wunsch nach ablenkungsfreiem Arbeiten
  • Überlegungen, nach denen im Schichtdienst zu jeder Tages- und Nachtzeit gearbeitet werden muss und damit ohnehin eine gute künstliche Beleuchtung angezeigt ist

Fehlender Tageslichteinfluss und daraus resultierend ein gestörtes Zeitgefühl kann den Hormonhaushalt von Menschen destabilisieren und sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken - Risiken, die durch Schichtarbeit ohnehin bestehen, die aber nicht noch zusätzlich verschärft werden sollten.  

Gerade im Interesse des pflegerischen Personals, das die gesamte Schichtdauer und oft über Jahre hinweg in der Notfallambulanz beschäftigt ist, ist Tageslichteinfluss ein wichtiges Kriterium für Gesundheitsprävention.

Auch mattierte Verglasungen, die aus Sichtschutzgründen eingebaut sind, lassen ausreichend Tageslicht durch und tragen so zu besseren Lichtverhältnissen bei.

Im Bestand kann eine geeignete Pausengestaltung mit Aufenthalt in Tageslichträumen die gesundheitlichen Nachteile fehlenden Tageslichteinflusses mindestens etwas auffangen. Bei Neu- und Umbauplanungen sollten möglichst alle ständig genutzten Arbeits- und die Sozialräume mit Tageslichtbeleuchtung vorgesehen werden.

Geänderte Raumnutzungskonzepte

Geänderte Raumnutzungskonzepte führen in bestehenden Krankenhäusern nicht selten dazu, dass das ursprüngliche Beleuchtungssystem nicht mehr stimmig ist. Eine neue Möblierung, die eine andere Verteilung der Arbeitsflächen nach sich zieht, die nachträgliche Einrichtung von Bildschirmarbeitsplätzen in Untersuchungsräumen oder die Installation bestimmter Untersuchungsgeräte können dazu führen, dass in bestimmten Bereichen die Beleuchtungsstärken nicht ausreichend sind oder es zu störendem Schattenwurf kommt. Da eine ausreichende Beleuchtung essenziell für fehler- und ermüdungsarmes Arbeiten ist, sollte sowohl aus Gründen der Versorgungssicherheit wie auch des Gesundheitsschutzes für Beschäftigte in solchen Fällen durch eine angepasste Deckenbeleuchtung oder Zusatzleuchten für Abhilfe gesorgt werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass mit steigendem Lebensalter der Lichtbedarf steigt und somit gerade ältere Beschäftigte bei der Beleuchtungsplanung berücksichtigt werden müssen.