NA

Umgang mit Patienten  

Fremdgefährdende Patienten

01 | Informationen

In einer Notaufnahme befinden sich Patientinnen und Patienten in Ausnahmesituationen sowie mit multiplen Problemlagen und Krankheitsbildern. Mitarbeitende in der Notaufnahme erleben oftmals verbale Übergriffe und Beleidigungen, die von Patientinnen und Patienten ausgehen, und sind Beschimpfungen, sexuellen Übergriffen oder körperlichen Angriffen in unterschiedlicher Intensität ausgesetzt. Dadurch können psychische und emotionale Belastungen entstehen, die eine Gefährdung für die eigene Gesundheit darstellen. Um die psychischen Gefährdungen zu ermitteln und zu bewerten, sind alle Arbeitgeber nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, auch zu dieser Gefährdungsart eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen.

In einer Studie der BGW mit dem Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf gaben über die Hälfte der Befragten an, körperliche Aggression im Arbeitsalltag erlebt zu haben. Etwa vier Fünftel der Befragten gaben an, verbale Aggression am Arbeitsplatz erlebt zu haben. Wo die persönliche Toleranzgrenze liegt und welche Worte, Gesten und Handlungen als unerwünscht und belästigend empfunden werden, wird durch die jeweilige betroffene Person selbst entschieden und ist nicht durch Vorgesetzte und Kolleginnen und Kollegen zu bewerten.

Im Notfall ist der Notfallplan anzuwenden. Dieser enthält die zu ergreifenden Maßnahmen und die Namen und Telefonnummern wichtiger Ansprechpersonen.

Anhang 7 - Notfallplan zu finden in:

Gewalt und Aggression gegen Beschäftigte in Betreuungsberufen, BGW 08-00-070 / TP-PUGA