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Narkosegase

02 | weitere Hinweise

Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW)

Die Arbeitsplatzgrenzwerte sind als Schichtmittelwerte bei achtstündiger arbeitstäglicher Exposition an fünf Tagen in der Woche definiert. Eine exakte Begriffsbestimmung sowie eine Tabelle aller geltenden AGW beinhaltet die TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“. Die folgende Tabelle gibt lediglich die verfügbaren Werte für gängige Narkosegase wieder.

Stoffidentität Arbeitsplatzgrenzwert Spitzenbegr.   Änderung
Bezeichnung EG-Nr. CAS-Nr. ml/m3 (ppm) mg/m3 Überschreitungsfaktor Bemerkungen Monat/
Jahr
Distick­stoffoxid
(Lachgas)
233-032-0 10024-97-2 100 180 2 (II) DFG, Y 05/09
Enfluran 237-553-4 13838-16-9 20 150 8 (II) DFG, Y 01/06
Halothan 205-796-5 151-67-7 5 41 8 (II) DFG, Z 01/06

Auszug aus TRGS 900: Arbeitsplatzgrenzwerte
Fahren Sie über die Abkürzungen oder Ziffern, um eine kurze Erläuterung zu erhalten.

Für die Inhalationsanästhetika Desfluran (CAS-Nr. 57041-67-5), Isofluran (CAS-Nr. 26675-46-7) und Sevofluran (CAS-Nr. 28523-86-6) sind in der TRGS 900 keine Arbeitsplatzgrenzwerte genannt.

Dass für ein Narkosegas kein Grenzwert vorliegt, bedeutet aber nicht, dass von der Substanz keine Gefährdung ausgeht. Es bedeutet i. d. R. lediglich, dass die Datenlage für eine valide Bewertung nicht ausreichend ist. Die Exposition der Beschäftigten gegenüber Narkosegasen ohne Grenzwert sollte daher im Sinne des allgemeinen Minimierungsgebotes ebenfalls auf das unvermeidliche Maß reduziert werden.