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Betten-/Patiententransport

01 | Informationen

Technisch einwandfreier Zustand des Bettes:

Wenn eine Rolle z. B. durch Verunreinigungen im Rollengehäuse klemmt oder die Spurrolle nicht arretiert, lässt sich das Bett nicht sicher und/oder nur mit unverhältnismäßigem Kraftaufwand schieben, erst recht, wenn eine schwere Patientin bzw. ein schwerer Patient zu transportieren ist. Solche Defekte müssen unverzüglich behoben werden. Es sollte sichergestellt sein, dass – z. B. bei der jährlichen Überprüfung der Pflegebetten (nach DIN VDE 0751 -1 und Medizinproduktebetreiberverordnung MPBetreibV) – die Funktion der Rollen kontrolliert, diese gewartet oder ggfs. ausgetauscht werden. Pflegekräfte sollten in der regelmäßig durchzuführenden Unterweisung im Umgang mit Pflegebetten darauf hingewiesen werden, dass ein Bett auszusondern und als defekt zu kennzeichnen ist, wenn es sich nicht einwandfrei schieben oder bremsen lässt.

Bettentransport mit zwei Personen

Wann immer möglich sollten Betten - auch leere Betten zu zweit verfahren werden; nur so kann die Belastung gering gehalten werden.

Eine zweite Person (der Lenker), unterstützt beim Anfahren und Bremsen, beim Erkennen von Hindernissen, bei Kurvenfahrt und beim Rangieren auf engem Raum. Wichtig: Sie muss bei Geradeausfahrt vorwärts neben dem Bett herlaufen. Rückwärts oder vor dem Bett zu gehen, ist gefährlich und sehr gelenkbelastend.

Bettniveau geeignet einstellen:

Das Bett wird vor Transportbeginn abhängig von der Körpergröße des Schiebers so tief wie möglich eingestellt, um den Schwerpunkt des Bettes möglichst tief zu halten. Dadurch wird das Manövrieren erleichtert.  Die Körperhaltung sollte leichtvorgeneigt sein, um das Gewicht des Oberkörpers auf dem Bettende mit den Armen abzustützen zu können. So wird der Rücken entlastet. Die Arme sind leicht gebeugt, die Schultern sollten nicht hochgezogen und die Handgelenke nicht überstreckt sein. Das Bett wird immer auf den Schieber eingestellt.

Manövrieren auf engem Raum:

Im Patientenzimmer zwischen Stühlen, Nachtschränken, anderen Betten und Hilfsmitteln ist es meist sehr eng. Um ein Bett auf den Flur zu bringen, wird die Bremse gelöst, die Spurrolle aber nicht arretiert. Wenn alle Rollen frei um ihren Aufhängpunkt drehen können, kann das Bett auf engstem Raum an allen Hindernissen vorbeigeschoben werden. Dabei wird bei schweren Betten der Rücken am wenigsten belastet, wenn die Position gewechselt und nach Bedarf hinten oder vorne angefasst wird. Wird nur von einer Seite aus manövriert, können sich Hebelkräfte sehr ungünstig auswirken, die letztlich im Rücken abgefangen werden müssen. Am schnellsten lässt sich ein Bett aus dem Zimmer oder hineinbringen, wenn eine zweite Person mit anfasst.