P

 

Betten-/Patiententransport

02 | weitere Hinweise

Unterweisung

Erfahrungsgemäß sind unterschiedliche Beschäftigtengruppen mit dem Bettentransport beschäftigt:

  • In der Regel stehen mindestens während definierter Kernzeiten speziell beauftragte Abteilungen wie Patientenbegleitdienst, Transportdienst o. Ä. für den Bettentransport zur Verfügung.
  • Pflegekräfte sind für den Bettentransport mit speziellen Anforderungen (z.  B. bei sedierten Patientinnen und Patienten vor/nach OP) und außerhalb der Dienstzeiten von Patientenbegleitdiensten zuständig. Häufig werden auch Auszubildende für den Bettentransport herangezogen.
  • Beschäftigte der Serviceabteilungen und –transportieren leere Betten im Rahmen der Bettenaufbereitung und –verteilung.

Für alle Beschäftigtengruppen ist der Umgang mit Betten und damit auch der ergonomische Bettentransport gemäß Lastenhandhabungsverordnung in Erst- und Folgeunterweisungen zu vermitteln.

Gefährdungsbeurteilung

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben diese Tätigkeit in der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen und adäquate Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verminderung von physischen Belastungen wirksam umzusetzen.

Über ihre Internetseite stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein Modellsystem für die Beurteilung von Belastungen beim Schieben und Ziehen von Lasten bereit. Diese „Leitmerkmalmethode“ erlaubt es anschaulich, alle Bedingungen eines Transportprozesses, also Gewicht des Bettes, Körperhaltung der schiebenden Person, Häufigkeit, Bodenbeschaffenheit und vieles andere, einzugeben und zu erkennen, wie sie sich auf die körperlichen Belastungen der schiebenden Person auswirken. Damit können einerseits kritische Arbeitssituationen identifiziert und Belastungen objektiviert werden. Andererseits trägt das Modellsystem auch dazu bei, dass Beschäftigte besser nachvollziehen können, wie ihre Arbeitsweise die entstehenden Belastungen beeinflusst. Daher eignet es sich auch zur Unterweisung.