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Blasenkatheterisierung

01 | Informationen

Als Katheterisierung wird die künstliche Urinableitung durch das Einführen eines Katheters in die Harnblase der Patientin oder des Patienten bezeichnet.

Eine Katheterisierung erfolgt aufgrund unterschiedlicher Indikationen und muss ärztlich angeordnet sein:

  • aus therapeutischen Gründen (z. B. Harnverhalt, lange Operationen oder zur Blasenspülung).
  • für diagnostische Zwecke (z. B. Bilanzierung der Ausscheidung oder zur Kontrastmitteluntersuchung der Harnblase).

Je nach Indikation variieren die Art der Katheterisierung, die Verweildauer in der Harnblase sowie das Material des Katheters.

Um katheterassoziierte Infektionen bei der Patientin oder dem Patienten zu vermeiden, ist die tägliche Überprüfung der Indikation der Katheterisierung unerlässlich. Ist die Indikationsstellung nicht mehr vorhanden, ist der Katheter am gleichen Tag zu entfernen.

Kathetersysteme

Die Katheterisierung erfolgt entweder anhand eines transurethralen Blasenkatheters, der durch die Harnröhre eingeführt wird, oder durch einen suprapubischen Blasenkatheter. Dabei wird der Katheter durch die Bauchdecke eingeführt.

Die transurethrale Katheterisierung erfolgt

  • durch einen Einmalkatheter zum einmaligen Gebrauch oder
  • durch einen Dauerkatheter aus Latex, Silikon oder durch das latexfreie Polyurethan. Die Liegezeit variiert je nach Material und Herstellerangaben und kann eine bis mehrere Wochen betragen.

Die suprapubische Katheterisierung erfolgt

  • während einer kleinen Operation. Der Katheter kann mehrere Wochen in der Harnblase verweilen.