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Transfer & Lagerung  

Arbeitsorganisation

02 | weitere Hinweise

Arbeitsorganisation

Um eine patientenzentrierte Arbeitsorganisation zu ermöglichen, ist eine adäquate Personalausstattung notwendig. Ist diese ausreichend, können die belastenden Tätigkeiten auf mehrere Beschäftigte verteilt oder auch zu zweit durchgeführt werden. Das gravierendste Problem in Bezug auf die körperliche Belastung sind dabei meist die Nachtschichten, in denen einzelne Beschäftigte oft für größere Bereiche oder Patientengruppen verantwortlich sind. Stürzt beispielsweise ein Patient zu Boden, ist es in der Regel nicht möglich, ihn ohne die Unterstützung weiterer Beschäftigter rückengerecht wieder auf eine höhere Ebene zu transferieren. Die Arbeitsorganisation des Hauses muss gewährleisten, dass andere Personen auch nachts jederzeit zu Hilfe geholt werden können und entsprechende Hilfsmittel einsatzbereit und funktionsfähig vor Ort sind.

Haben die Pflegekräfte durch ausreichende Personalausstattung mehr Zeit zur Verfügung, können sie die noch vorhandenen Bewegungsressourcen ihrer Patientinnen und Patienten genauer analysieren und vermeiden unnötige Transfervorgänge.

Nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Patientinnen und Patienten profitieren somit von einer patientenzentrierten Arbeitsorganisation, da in dieser ihre Ressourcen besser einbezogen und gefördert werden. Durch die klare Zuständigkeit und den längeren und stetigeren Kontakt zwischen Patientin bzw. Patient und Pflegekraft wächst ein Vertrauensverhältnis, das sich positiv auf die Qualität der pflegerischen Versorgung auswirkt.