P

Transfer & Lagerung  

Arbeitsorganisation

01 | Informationen

Arbeitsorganisation

Die Organisation der Transfer- und Lagerungstätigkeiten kann entscheidenden Einfluss auf die körperlichen Belastungen der Beschäftigten nehmen. In der Pflege kann man funktionelle (Funktionspflege) und patientenzentrierte Systeme (z. B. Bezugspflege, Primary Nursing) unterscheiden. In der Regel wird in einer Mischform gearbeitet, in der verschiedene Tätigkeiten innerhalb eines Bereiches funktionell oder patientenzentriert durchgeführt werden.

Bezogen auf körperliche Belastungen ist das Arbeiten in rein funktionalen Systemen wie der „Funktionspflege“ für die Beschäftigten eher ungünstig. Ist beispielsweise eine Pflegekraft für die Bewegungsunterstützung oder Positionsveränderung aller dekubitusgefährdeten Patientinnen und Patienten eines Bereiches zuständig, während eine andere Pflegekraft bei allen Patientinnen und Patienten die Vitalwerte kontrolliert, stellen sich ggf. einseitige körperliche Belastungen ein.

Günstig ist hingegen eine patientenzentrierte Arbeitsorganisation, die es ermöglicht, in einer ergonomisch gestalteten Umgebung die vorhandenen Ressourcen der Patientinnen und Patienten so gut wie möglich zu nutzen. Die wichtigsten förderlichen Aspekte sind dabei:

  • die Auswahl und Schulung eines Konzepts zum rückengerechten Bewegen von Patientinnen und Patienten
  • eine ausreichende Ausstattung mit technischen und kleinen Hilfsmitteln
  • eine Pflegeplanung, die das gewählte Konzept zum rückengerechten Bewegen von Patientinnen und Patienten und den entsprechenden Hilfsmitteleinsatz verbindlich festlegt
  • ein ausreichender Personalschlüssel, der eine stabile Dienstplangestaltung ermöglicht
  • die Überprüfung der Umsetzung der geschulten Konzepte und Anwendung der festgelegten Hilfsmittel durch verantwortliche Führungskräfte (z. B. im Rahmen von Pflegevisiten) vor Ort