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Fehler- und Beschwerdemanagement - Patientensicherheit

01 | Informationen

Ein Fehler- und Beschwerdemanagement kann helfen, die Patientensicherheit zu erhöhen. Vorausgesetzt, mit den Fehlern wird ehrlich und offen umgegangen, mit dem Ziel, gleichartige Fehler in Zukunft zu vermeiden. Dazu muss allen Beteiligten bewusst sein, dass Fehler trotz größter Sorgfalt passieren können und niemand absolut fehlerfrei arbeiten kann. Auch muss seitens der  Unternehmensleitung eine verbindliche Zusicherung vorliegen, dass zeitnah gemeldete, eigene Fehler keine disziplinarischen oder arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Meldenden haben.

Verabreicht beispielsweise eine Pflegekraft einem Patienten ein falsches Medikament und fällt dieser das im Nachhinein auf, ist zunächst die Versuchung groß, den Fehler zu verschweigen. Insbesondere aus Angst vor persönlichen Konsequenzen.

Bei einer offenen Fehlerkultur könnte die Pflegekraft ihren Fehler melden - etwa ihrem Vorgesetzten oder dem behandelnden Arzt -  so dass

  • Der Fehler korrigiert oder die Folgen abgemildert werden können, beispielsweise durch nachträgliche Verabreichung des richtigen Medikaments oder durch Kompensierung der Wirkung des fälschlicherweise verabreichten Medikaments
  • Die Fehlerursache, z.B. Überforderung oder häufige Unterbrechungen beim Stellen der Medikamente -, erkannt und behoben werden kann und ähnliche Fehler in Zukunft vermieden werden