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Arbeitsschutzorganisation  

Arbeitsmedizinische Vorsorge

02 | weitere Hinweise

Wenn z. B. Tätigkeiten ausgeführt werden, bei denen es regelmäßig und in größerem Umfang zu Kontakt mit Körperflüssigkeiten, -ausscheidungen oder -gewebe kommen kann, muss der Arbeitgeber nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge vor Beginn der Tätigkeit eine arbeitsmedizinische Vorsorge auf Hepatitis B und Hepatitis C veranlassen. Eine Immunisierung gegen impfpräventable Erkrankungen (z. B. Hepatitis B) ist kostenlos anzubieten, soweit das Risiko einer Infektion tätigkeitsbedingt und im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöht ist.

Impfen ist eine sehr wirksame Möglichkeit, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. Aktuelle Informationen über empfohlene Impfungen stellt das RKI im Internet in der Rubrik „Impfen“ bereit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können aus persönlichen Gründen eine Impfung verweigern, der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung besteht auch dann in vollem Umfang.

Eine vollständige Übersicht über alle Vorsorgeanlässe finden Sie im Anhang der ArbMedVV Teil 2. Untersuchungsumfang sowie zeitliche Abstände der jeweiligen Pflicht- und Angebotsvorsorgen sind in den Arbeitsmedizinischen Regeln aufgeführt.

Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist ein Bestandteil der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung, die im Arbeitssicherheitsgesetz (ASIG) und in der DGUV Vorschrift 2 geregelt ist.