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Mobbing

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Allgemeines

Anfang der 80er-Jahre erforschte der schwedisch-deutsche Arbeitswissenschaftler Heinz Leymann das Phänomen eines schnell eskalierenden Konflikttyps am Arbeitsplatz. In Anlehnung an Forschungen aus dem Schulbereich übertrug Leymann den Begriff Mobbing auf Arbeitssituationen und beschrieb typische Verlaufsformen und Mobbinghandlungen.

Der Begriff „Mob“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Meute“ oder „Pöbel“, und damit ist bildlich gesprochen die Hetzjagd auf eine Person durch eine andere oder mehrere Personen gemeint. Man spricht auch synonym von „Psychoterror“, „Intrigen“, „Schikanen“ oder „Krieg“ unter Kollegen.

In der wissenschaftlichen Literatur findet sich keine einheitliche Definition. Die Gesellschaft für psychosozialen Stress und Mobbing beschreibt Mobbing als eine „konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist und von einer oder einigen Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis direkt oder indirekt angegriffen wird und dies als Diskriminierung empfindet“.