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Mobbing

02 | weitere Hinweise

Mobbinghandlungen und –strategien

Mobbing ist kein Phänomen, das nur in betrieblichen Einzelfällen auftritt. Die Zahlen aus dem Mobbing-Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus dem Jahr 2002 belegen, dass in Deutschland rund 1,5 Millionen Beschäftigte Tag für Tag an ihrem Arbeitsplatz gemobbt werden. Jeder neunte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal Opfer von dauerhaften Benachteiligungen, Schikanen und Ausgrenzung.

Die einzelnen Mobbinghandlungen kann man fünf Bereichen zuordnen:

  1. Angriffe auf die Qualität der Berufssituation
    Beispiele: Zuweisung sinnloser oder kränkender Aufgaben oder Nichtzuweisung von Aufgaben, häufiges und unnötiges Aufmerksammachen auf Fehler, Störung der Arbeit
  2. Angriffe auf die Gesundheit
    Beispiele: Androhung körperlicher Gewalt, sexuelle Handgreiflichkeiten, Zufügung eines physischen Schadens, z. B. zu Hause oder am Arbeitsplatz des Betroffenen
  3. Angriffe auf die sozialen Beziehungen
    Beispiele: Ignorieren des Betroffenen, Abgrenzung von Kollegen durch räumliche Trennung
  4. Angriffe auf das soziale Ansehen
    Beispiele: Verbreitung von Gerüchten, Lustigmachen über das Privatleben oder berufliche Situationen, Infragestellen von Entscheidungen oder Äußerungen des Betroffenen
  5. Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen
    Beispiele: Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten, ständige Kritik an der Arbeit