Die CTG-Kontrolle im Kreißsaal dient der Überwachung der Herzfrequenz des Kindes, um Anzeichen von Stress wie Sauerstoffmangel (Hypoxie) zu erkennen und frühzeitig zu intervenieren. Im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach einer "natürlichen Geburt" und notwendigen medizinischen Interventionen tragen Hebammen eine hohe Verantwortung.
Da sie insbesondere bei Personalmangel und hoher Auslastung der Kreißsäle zeitweise mehrere Geburten gleichzeitig betreuen, besteht die Notwendigkeit, permanent die CTG-Überwachung auch in anderen Räumen im Blick zu haben. Um dieser psychischen Belastung entgegenzuwirken, sollte die technische Ausstattung ermöglichen, dass die Bildgebung der CTGs und die Wahrnehmung akustischer Alarme in alle Säle übertragen werden. Dies setzt z. B. eine ausreichende Anzahl von Monitoren voraus.
Zusätzlich zur zentralen Überwachung am Stützpunkt bietet diese dezentrale Überwachung Hebammen sowie Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, mehrere gleichzeitige Geburten optimal zu koordinieren, ohne in Stress zu geraten.