Nach der Geburt kann es bei folgenden Tätigkeiten zu einer blutübertragenen Infektion kommen:
- Entfernen der Kopfschwartenelektrode:
Bei der Entfernung der Kopfschwartenelektrode (Verfeinerung des CTG, nachdem die Fruchtblase gesprungen ist) ist die Gefahr einer Stichverletzung gering, erfordert aber eine vorsichtige Handhabung der Elektrode, um eine Verletzung an dem spitzen Draht der Elektrode zu vermeiden. - Versorgung eines Dammschnitts / -risses:
Beim Nähen besteht die Gefahr einer Stichverletzung durch die Nadel. Da hierfür kein Sicherheitsgerät zur Verfügung steht, sollte ein störungsfreies Arbeiten gewährleistet werden. Das Tragen medizinischer Einmalhandschuhe kann durch einen Abstreifeffekt bei einer Stichverletzung die übertragene Blutmenge reduzieren. - Nabelschnurblutentnahme:
Bei der Punktion der Venen oder Arterien der Nabelschnur für die Stammzellgewinnung besteht die Gefahr einer Nadelstichverletzung. Das Entnahmesystem besteht aus einer Nadel mit Schlauch und Sammelbeutel. Auch hier steht kein Sicherheitsgerät zur Verfügung, sodass auch bei dieser Tätigkeit ein störungsfreies Arbeiten zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen gewährleistet sein muss. - Fersenblutentnahme für Blutgasuntersuchung:
Dabei handelt es sich um eine Punktion der Ferse mit einer feinen Kanüle oder einem kleinen Messer. Das Blut wird mit einer Glaskapillare aufgenommen. Die Schutzmaßnahmen entsprechen denen bei der Nabelschnurblutentnahme.