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Elektrische Einrichtungen

01 | Informationen

Elektrogeräte und spannungsführende Teile sind normalerweise so gesichert, dass der menschliche Körper nicht direkt mit dem Strom oder der Spannung in Berührung kommt. Maschinen und elektrische Geräte sind im Betriebsalltag aber schädigenden Einflüssen wie Materialalterung, Beschädigung, Feuchte bzw. Nässe oder Staub ausgesetzt. Bleiben solche Schäden unentdeckt, können daraus sehr gefährliche Situationen entstehen. Im schlimmsten Fall kommt es bei Berührung eines schadhaften Gerätes oder einer defekten Anschlussleitung zum gefährlichen Elektrounfall. Das Brandrisiko wird durch defekte Geräte ebenfalls erhöht.

Allgemeine Voraussetzungen zu "Elektrische Anlagen und Betriebsmittel" finden Sie in den bereichsübergreifenden Themen.

Für einige Bereiche sind alleinige Sicherungen nicht ausreichend, in der Regel sind dadurch nur Leitungen und Elektrogeräte geschützt. Deshalb sind zum Personenschutz zusätzlich Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen, kurz:  
FI-Schutzschalter oder RCDs (für residual current device), vorgeschrieben. Zum Beispiel grundsätzlich auch in Küchen (Großküchen nach DIN VDE 0100-737 und DIN VDE 0100-200).

Ein FI-Schutzschalter bemerkt einen gefährlichen Fehlerstrom und schaltet den überwachten Stromkreis sofort ab, bei Berührung eines fehlerhaften Gerätes bereits bei Fehlerströmen von maximal 30 mA. Zudem sind bei der Auslegung der elektrischen Anlage in der Küche immer die Risiken der angewandten Reinigungsverfahren zu berücksichtigen. Das Abspritzen von elektrisch betriebenen Küchengeräten mit Hochdruckreiniger oder Wasserstrahl ist verboten, da der Wasserstrahl bei den handelsüblichen, nicht wasserdichten Geräten durch Lüftungsschlitze etc. in das Geräteinnere eindringen und stromführende Teile benetzen kann. Die Reinigungsflüssigkeit (Wasser, ggf. Reinigungsmittel) ist leitend, das Gerät kann unter Spannung stehen. Zudem steht die Benutzerin bzw. der Benutzer noch auf feuchtem bzw. nassem Boden. 

Arbeiten und Reparaturen an elektrischen Geräten dürfen ausschließlich ausgebildete Fachleute, z. B. Elektrofachkräfte, durchführen. Egal, ob Deckenleuchten angeschlossen werden oder defekte Stecker sowie beschädigte Kabel ersetzt werden müssen.

Unfallbeispiel: Laien können übersehen, dass eine Lampe mit Metallgehäuse einen zusätzlichen Schutzleiter erhalten muss. Im Fehlerfall steht das Metallgehäuse unter Strom, bei Berührung bekommt die Person einen gefährlichen Stromschlag.

Die gesamte elektrische Anlage sowie alle Betriebsmittel müssen den allgemein anerkannten Regeln der Elektrotechnik entsprechen. Besonders wichtig sind für Küchen die grundlegenden Anforderungen

  • zum Schutz gegen elektrischen Schlag und
  • für feuchte und nasse Bereiche.