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Stand: 11/2017

NA Raumgestaltung

In der Notfall-Ambulanz muss eine hohe und differenzierte medizinische und pflegerische Qualität sichergestellt werden. Daher treffen dort viele Anforderungen aufeinander.

Die verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Notmaßnahmen setzen eine ausreichende Nutzfläche voraus. Die erforderliche Raumgrundfläche ergibt sich zum einen aus der Geräteausstattung sowie zum anderen aus der maximalen Anzahl der für die Untersuchungen und Eingriffe notwendigen Personen.

Aufgrund des hohen Anteils an Dokumentationstätigkeiten müssen PC-/Schreibarbeitsplätze eingeplant werden.

Für kurzzeitige Eingabe- oder Schreibtätigkeiten können z. B. in Untersuchungsräumen auch ergonomisch gestaltete Steharbeitsplätze eingerichtet werden.

Zudem müssen in der Notfall-Ambulanz häufig Transporte von Geräten und Patientinnen und Patienten in großer Eile erfolgen. Für einen sicheren funktionalen Ablauf wird deshalb empfohlen, kraftbetätigte Türen vorzusehen. Bei der Planung der Türbreiten sollte der Transport von Betten und Spezialbetten (Extension, Intensivbetten) berücksichtigt werden.

In der Regel muss der Bodenbelag für die Räume der Notfall-Ambulanz der Bewertungsgruppe R 9 (DGUV Regel 108-003, Stand: Oktober 2003) entsprechen. Bei bestimmten Räumen sind andere Bewertungsgruppen erforderlich.

Durch viele innen liegende Räume, eine große Anzahl von Medizingeräten mit einer hohen Wärmelast und unzureichender freier Lüftung wird die Luftqualität stark beeinträchtigt. Insbesondere im Sommer ist das Raumklima in der Notfall-Ambulanz nicht zuletzt durch die i. d. R. große Anzahl Patientinnen und Patienten zusätzlich stark belastet.

Es sollte deshalb eine raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) für den gesamten Bereich eingeplant werden.

Die Vielfalt von unterschiedlichen Funktions- und Behandlungsräumen kann für die Beschäftigten Kommunikations- und Informationsprobleme und somit Stress verursachen. Deshalb ist es erforderlich, eine gute Ausstattung mit Informationstechnologie einzuplanen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Monitoringsysteme zur Überwachung lebenswichtiger Funktionen,
  • effektive Kommunikations- und Informationssysteme unter Einsatz von EDV und Telefonanschlüssen,
  • Videoüberwachungsanlagen für besondere Räumlichkeiten wie zum Beispiel Ausnüchterungsraum,
  • Wartezimmermanagement-Systeme wie zum Beispiel Nummernvergabe oder Durchsageanlagen.

Hinweis

Der vorstehende Text zum Thema „Aufnahme-, Anmelde- und Wartebereich“ basiert in großen Teilen auf der Ziffer 13.1 der DGUV Information 207-017 „Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes – Anforderungen an Funktionsbereiche“ (Stand: September 2011).