Lampe ĂŒber dem Krankenbett ©UK NRW | BGW
Stand: 03/2024

P Beleuchtung🔈

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Die Beleuchtung am Arbeitsplatz soll gutes Sehen ermöglichen und starke Beanspruchungen der Augen vermeiden.

DarĂŒber hinaus trĂ€gt eine gute Beleuchtung dazu bei, die AktivitĂ€t und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern, was sich positiv auf die LeistungsfĂ€higkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter auswirkt, sowie UnfĂ€lle zu vermeiden.

Bei der Ausstattung von Patientenzimmern sind entsprechend dem Stand der Technik nach DIN EN 12464-1 folgende MindestbeleuchtungsstÀrken zu verwenden:

Art des Raumes, Aufgabe oder TÀtigkeitBeleuchtungsstÀrke (lx)
Allgemeinbeleuchtung100
Lesebeleuchtung300
Untersuchung und Behandlung1000
Nachtbeleuchtung, Übersichtsbeleuchtung5
BaderÀume und Toiletten200

Neben den MindestbeleuchtungsstÀrken gibt es weitere Beleuchtungskriterien, die die Sehbelastung wesentlich beeinflussen.

Lampe neben einer TĂŒr©UK NRW | BGW

Barrierefreiheit

Insbesondere bei Menschen mit eingeschrÀnktem Sehvermögen sollte die BeleuchtungsstÀrke unter konsequenter Einhaltung der Beleuchtungskriterien dimmbar auf mindestens 800 Lux gesteigert werden können.

Lichtschalter sollten in einer Höhe von 85 cm ĂŒber dem Fußboden und mindestens 50 cm aus der Ecke heraus angebracht sein. Sie sind nach dem Zwei-Sinne-Prinzip erkennbar, wenn sie einen ausreichenden Kontrast aufweisen und taktil erfassbar sind.


Planung

Um den vielfĂ€ltigen Anforderungen, die an eine ergonomisch und lichttechnisch einwandfreie Beleuchtungsanlage gestellt werden, gerecht zu werden, ist es erforderlich, dass  die Planung von einem Sachkundigen durchgefĂŒhrt wird.

Lampe ĂŒber dem Krankenbett©UK NRW | BGW

Eine sorgfÀltige Planung beinhaltet folgende Schritte:

  • Auswahl des Beleuchtungskonzeptes in AbhĂ€ngigkeit von der Sehaufgabe (z. B. raumbezogene, arbeitsbereichsbezogene, teilflĂ€chenbezogene Beleuchtung)
  • Auswahl der Beleuchtungsart (Direktbeleuchtung, Indirektbeleuchtung, Direkt-/Indirektbeleuchtung)
  • Auswahl der Leuchten mit den entsprechenden Leuchtmitteln
  • Festlegung der Anzahl und Anordnung der Leuchten im Raum
  • Erstellung eines Wartungsplanes fĂŒr die Beleuchtungsanlage

Daher sollte im Planungsprozess interdisziplinĂ€r zusammengearbeitet werden. Neben dem Licht- und Elektroplaner sowie dem Architekten sollten auch Verantwortliche aus dem beauftragenden Unternehmen, die Fachkraft fĂŒr Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt, die Haustechnik sowie die Nutzer beteiligt werden.

NĂ€here Angaben zur Planung befinden sich in der DIN 5035-3 Beleuchtung mit kĂŒnstlichem Licht – Teil 3: Beleuchtung im Gesundheitswesen, 07/2006.


Wartung

Da die BeleuchtungsstĂ€rke wĂ€hrend der Nutzungsdauer infolge von Alterung oder Verschmutzung der Leuchten abnimmt, muss bereits bei der Planung eine höhere BeleuchtungsstĂ€rke gewĂ€hlt werden und eine regelmĂ€ĂŸige Wartung stattfinden.

Bereits der Planer muss einen Wartungsplan fĂŒr die Beleuchtungs­anlage erstellen. Darin sind die Intervalle fĂŒr den Lampenwechsel, fĂŒr die Reinigung der Leuchten und des Raumes sowie gegebenenfalls die Reinigungsmethoden festzuhalten.

Die Beleuchtungsanlage soll so geplant und ausgefĂŒhrt werden, dass die Beleuchtungskörper fĂŒr Wartungsarbeiten gut zugĂ€nglich sind.

MÀngel an der Beleuchtungsanlage sowie der Ausfall von Leucht­mitteln sollten umgehend an die Haustechnik gemeldet werden.

Sicherheitsbeleuchtung und Sicherheitsleitsysteme

Beleuchtung im Durchgang vom Krankenhaus©UK NRW | BGW

Eine Sicherheitsbeleuchtung der Fluchtwege ist erforderlich, wenn bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung das gefahrlose Verlassen der ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die BeschĂ€ftigten nicht gewĂ€hrleistet ist, z. B. in ArbeitsstĂ€tten:

  • mit großer Personenbelegung, hoher Geschosszahl, Bereichen erhöhter GefĂ€hrdung oder unĂŒbersichtlicher FluchtwegfĂŒhrung,
  • die durch ortsunkundige Personen genutzt werden,
  • in denen große RĂ€ume durchquert werden mĂŒssen (z. B. Hallen, GroßraumbĂŒros oder VerkaufsgeschĂ€fte),
  • ohne Tageslichtbeleuchtung, wie z. B. bei RĂ€umen unter Erdgleiche.

Die  Anforderungen an die  technische Ausstattung der Sicherheitsbeleuchtung sind abhĂ€ngig vom Arbeitsbereich. Die BeleuchtungsstĂ€rke fĂŒr Fluchtwege z.B. muss mindestens 1 lx betragen und in Bereichen mit besonderer GefĂ€hrdung wird eine BeleuchtungsstĂ€rke von 15 lx erforderlich.


Lampe©UK NRW | BGW

Optische Sicherheitsleitsysteme (A3.4/3)sind durchgehende Leitsysteme, die mit Hilfe optischer Kennzeichnungen und Richtungsangaben einen sicheren Fluchtweg vorgeben. GrundsĂ€tzlich sind dies bodennahe Systeme, die an der Wand angebracht sind und deren Oberkante nicht höher als 40 cm ĂŒber dem Fußboden liegt sowie Sicherheitsleitsysteme, die auf dem Fußboden angebracht sind. Sie bestehen aus Sicherheitszeichen und Leitmarkierungen. Sie können langnachleuchtend, elektrisch betrieben oder als Kombination beider Systeme ausgefĂŒhrt werden.  In der Regel sind Licht speichernde Systeme, z. B. lang nachleuchtende Systeme, ausreichend.

Der vorstehende Text basiert in Teilen auf der DGUV Information 215-442 „Beleuchtung im BĂŒro“ und DGUV Information 207-016 "Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes"

Quellen

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