Eine offene T├╝r mit Blick in ein Patientenzimmer ©UK NRW | BGW
Stand: 06/2024

P T├╝ren­čöł

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Allgemeine Informationen zum Thema ÔÇ×T├╝ren und ToreÔÇť finden Sie im Planungsb├╝ro

T├╝ren m├╝ssen deutlich zu erkennen, sicher zu passieren, leicht zu ├Âffnen und zu schlie├čen sein. T├╝ren m├╝ssen so eingebaut und angeordnet sein, dass vorbeilaufende Personen durch nach au├čen aufschlagende T├╝rfl├╝gel nicht gef├Ąhrdet werden.

Diese Gef├Ąhrdung besteht in erster Linie bei T├╝ren an der L├Ąngsseite von Fluren, weniger bei T├╝ren an Flurenden. Deshalb sollten die erstgenannten T├╝ren so eingebaut sein, dass sie in die R├Ąume zur nahe gelegenen Wand hin aufschlagen.

Die Gef├Ąhrdung kann auch vermieden werden, wenn die T├╝ren zur├╝ckversetzt in Nischen angeordnet sind und die nach au├čen aufschlagenden T├╝rfl├╝gel nicht in den Fluchtweg hineinragen. Diese L├Âsung bietet den Vorteil, dass die R├Ąume in einer Gefahrensituation schneller verlassen werden k├Ânnen, da die T├╝ren in Fluchtrichtung aufschlagen.

T├╝ren m├╝ssen so angeordnet werden, dass das Gegeneinanderschlagen von T├╝rfl├╝geln vermieden wird. Der Bereich hinter aufschlagenden T├╝ren muss frei bleiben und darf nicht f├╝r Einrichtungsgegenst├Ąnde genutzt werden. Die nutzbare Breite von 2,25 m bei allgemein zug├Ąnglichen Fluren, in denen Kranke liegend bef├Ârdert werden, darf durch offen stehende T├╝ren nicht eingeengt werden.

Zimmert├╝ren, durch die Krankenbetten bef├Ârdert wer┬şden, m├╝ssen mindestens eine lichte Breite von 1,25 m und eine lichte H├Âhe von 2,10 m haben. Weiterhin d├╝rfen keine Schwellen vorhanden sein. Werden Schwerlastbetten eingesetzt, muss die Breite auf mindestens 1,40 m erweitert werden. Die T├╝ren von Toiletten-, Dusch- und Umkleider├Ąumen d├╝rfen nicht nach innen schlagen.

Barrierefreiheit

Barrierefrei gestaltete T├╝ren und T├╝relemente m├╝ssen mindestens spezielle Ma├če aufweisen.

Zwei T├╝ren mit T├╝rgriffen©UK NRW | BGW

Auffindbarkeit und Erkennbarkeit von T├╝ren und deren Funktion m├╝ssen auch f├╝r Menschen mit eingeschr├Ąnktem Sehverm├Âgen, kognitiv eingeschr├Ąnkte Menschen oder bei ungen├╝gender Beleuchtung m├Âglich sein.

Dies wird z. B. erreicht durch

  • kontrastreiche Gestaltung, z.┬áB. helle Wand/dunkle Zarge, heller Fl├╝gel/dunkle Hauptschlie├čkante und Beschlag;
  • zum Bodenbelag kontrastierende Ausf├╝hrung;
  • die Vermeidung von Spiegelungen und Blendungen

Damit T├╝ren problemlos im Sinne der Barrierefreiheit genutzt werden k├Ânnen, m├╝ssen die T├╝rgriffe in einer H├Âhe von 85 bis 90 cm angebracht sein. In bestehenden Geb├Ąuden betr├Ągt die Griffh├Âhe jedoch meist 105 cm ├╝ber OFF (Oberfl├Ąche Fertigfu├čboden). Mithilfe eines Spezialbeschlages, bei dem die Anordnung von Griff und Schlie├čzylinder getauscht wird, kann ohne weitere bauliche Ver├Ąnderungen am T├╝rmechanismus die Griffh├Âhe von ca. 85 cm erreicht werden. Der Griff befindet sich dann unten und der Schlie├čzylinder ist oben angeordnet.


Abbildung von einer T├╝r und deren Quetschgefahr©UK NRW | BGW

Griffe und andere Einrichtungen f├╝r die Handbet├Ątigung von T├╝ren d├╝rfen mit festen oder beweglichen Teilen der T├╝r oder deren Umgebung keine Quetsch- oder Scherstellen bilden. Die Bedienteile m├╝ssen vom Fu├čboden aus erreichbar sein und sollten von der Gegenschlie├čkante mindestens einen Abstand von 25 mm haben.

Schlie├čkanten als Quetsch- und Scherstellen liegen vor, wenn sich die Schlie├čkante von ihrer Gegenschlie├čkante um mehr als 8 mm entfernen kann.

F├╝r Kinderkliniken mit Patienten unter 36 Monaten wird empfohlen (in Anlehnung an Ver├Âffentlichungen verschiedener Unfallversicherungstr├Ąger), zur Vermeidung von Quetschgefahren f├╝r Finger keine ├ľffnungsspalte Ôëą 4 mm zuzulassen oder alternativ die Gegenschlie├čkante durch einen Klemmschutz abzudecken.

Eine weitere M├Âglichkeit besteht in einer flexiblen Ausf├╝hrung der Schlie├čkante mit entsprechend geformten Gummiprofilen, wenn ein Abstand der starren Teile von mind. 25 mm eingehalten werden kann. Griffe sind zur T├╝r hin abzurunden und mit einem Abstand von mindestens 25 mm zur Gegenschlie├čkante anzuordnen.

Der vorstehende Text basiert in Teilen auf der DGUV Information 207-016 "Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes" 

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