Ein Pflegebett ©UK NRW | BGW
Stand: 04/2024

P Pflegebetten🔈

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Pflegebetten bestehen aus einem Grundgestell mit Bettkasten und einer höhenverstellbaren LiegeflĂ€che fĂŒr ein ergonomisches Arbeiten am Bett.

Der Lattenrost als LiegeflĂ€che ist geteilt und ermöglicht in Verbindung mit verschiedenen Matratzentypen durch zahlreiche Verstellmöglichkeiten individuelle Lagerungsmöglichkeiten der Patientinnen und Patienten. Vier oder fĂŒnf Rollen am Fahrgestell, von denen mindestens eine feststellbar ist, erlauben ein Schieben des Bettes. Durch Anbauteile und Zubehör wie feste oder bewegliche Seitensicherungen, Fixiervorrichtungen oder Halterungen, z. B. fĂŒr Infusionen, kann das Bett individuell an die Erfordernisse der Pflege angepasst werden.

Die freie Höhe unter dem Bett sollte mindestens 150 mm betragen, damit ein freies Unterfahren mit Liftern möglich ist und der Arbeitsbereich kleiner gehalten werden kann.

Voraussetzung fĂŒr den Umgang mit Pflegebetten sind regelmĂ€ĂŸige PrĂŒfungen, Wartung und Instandhaltung sowie eine ausfĂŒhrliche Unterweisung vor Beginn der TĂ€tigkeit.

Die Pflegebetten im Zimmer mĂŒssen von beiden LĂ€ngsseiten und bei Bedarf auch vom Kopf- und Fußende her zugĂ€nglich sein.

Pflegebetten sind Medizinprodukte und mĂŒssen mit einem „CE-Zeichen“ gekennzeichnet sein; elektrisch betriebene Pflegebetten sind aktive Medizinprodukte. FĂŒr eine bestimmungsgemĂ€ĂŸe Verwendung von Pflegebetten sind Instandhaltung und Instandsetzung entsprechend den Herstellerangaben und der Medizinprodukte­betreiberverordnung durchzufĂŒhren.

Fehlen hierzu konkrete Angaben vom Hersteller, sind in jedem Fall regelmĂ€ĂŸige Kontrollen und FunktionsprĂŒfungen durchzufĂŒhren. Bei elektrisch betriebenen Pflegebetten ist in jedem Fall die Elektrik i. d. R. jĂ€hrlich nach berufsgenossenschaftlichen oder staatlichen Vorschriften zu prĂŒfen.

Die PrĂŒfung muss die grundlegenden Sicherheitsaspekte an elektrischen Bauteilen wie Feuchtigkeitsschutz sowie Zugentlastung und Knickschutz fĂŒr Netzanschlussleitungen bei dem Antriebssystem umfassen.


Sicherheitstechnische Kontrollen (STK) sind nach den Vorgaben der MPBetreibV bei Pflegebetten nicht erforderlich.

Jedoch können bei Pflegebetten, die bis zum 31.12.2016 in Verkehr gebracht wurden, STK in der zugehörigen Betriebsanleitung verbindlich vorgeschrieben sein; diese STK sind dann weiterhin durchzufĂŒhren. Nach der neuen Fassung der MPBetreibV sind fĂŒr Pflegebetten, die ab dem 01.01.2017 in Verkehr gebracht wurden, generell keine STK mehr notwendig.

Die Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten dĂŒrfen nur Personen durchfĂŒhren, die ĂŒber eine ausreichende fachliche Eignung oder Erfahrung fĂŒr diese PrĂŒfungen an dem jeweiligen Betttyp verfĂŒgen.

Die Ergebnisse der jeweils letzten PrĂŒfung sind zu dokumentieren.

Voraussetzung fĂŒr den Umgang mit Pflegebetten ist eine ausfĂŒhrliche und mindestens jĂ€hrlich wiederholte Unterweisung aller Anwenderinnen und Anwender, deren DurchfĂŒhrung dokumentiert werden muss.


Krankenhausbetten auf dem PrĂŒfstand

Vier von fĂŒnf PflegekrĂ€ften empfinden ihre Arbeit als körperlich belastend. Daher ist es wichtig, dass Medizinprodukte die Arbeit in Gesundheitseinrichtungen möglichst gut unterstĂŒtzen und die BeschĂ€ftigten nicht zusĂ€tzlich behindern. ...

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