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Stand: 05/2014

P Raumgestaltung

Bettenzimmer sollten mindestens folgende Grundfläche je Bett haben:

  • Einbettzimmer 10 m²
  • Mehrbettzimmer 8 m²

Dem Bettenzimmer zugeordnete Schleusen, Wasch- und Toilettenräume oder eingebaute Wandschränke sind bei der Bezeichnung der Grundfläche nicht mitzurechnen.

Bettenzimmer müssen eine lichte Höhe von mindestens 3 m haben. Bei Bettenzimmern, die bis zu 5,50 m tief sind, genügt eine lichte Höhe von 2,70 m.

Die meisten Betten sind heute zwischen 85 und 105 cm breit und 220 cm lang. Es ist wichtig, rund um das Bett ausreichend Raum für die Pflege, aber auch für soziale Aktivitäten einzuplanen.

Die erforderlichen Grundflächen für Arbeitsräume ergeben sich aus der Summe verschiedener  Flächen, u. a. der Bewegungsfläche für die Beschäftigten am Arbeitsplatz. Diese Fläche soll mindestens 1,50 m² betragen. Die Tiefe und die Breite von Bewegungsflächen für Tätigkeiten im Sitzen und Stehen sollen mindestens 1,00 m betragen.

Für die Tiefe der Bewegungsfläche an Arbeitsplätzen mit stehender, nicht aufrechter Körperhaltung sollen mindestens 1,20 m eingeplant werden. Sind mehrere Arbeitsplätze unmittelbar nebeneinander angeordnet, muss die Breite der Bewegungsfläche an jedem Arbeitsplatz mindestens 1,20 m betragen.

Die Bewegungsflächen an Arbeitsplätzen, an denen die Beschäftigten für ihre Tätigkeit andere Körperhaltungen einnehmen müssen, sind den ergonomischen Anforderungen entsprechend groß zu planen. Der Zugang zum Bett muss von drei Seiten möglich sein.

Für die Anwendung von technischen Hilfsmitteln (mobilen Liftern, Aufstehhilfen etc.) am Bett ist es erforderlich, ausreichend Platz zur Verfügung zu stellen, um die Hilfsmittel effizient anwenden zu können. Dafür sollte eine Tiefe von mindestens 1,30 m zur Verfügung stehen.

Die freie Höhe unter dem Pflegebett sollte mindestens 15 cm betragen, damit ein freier Zugang mit Liftern möglich ist und der Arbeitsbereich kleiner gehalten werden kann.

Bei eingeschränkten Platzverhältnissen unter denen mobile Lifter nicht eingesetzt werden können, kann durch den Einsatz von stationären bzw. teilstationären Decken- oder Wandliftern die rechtlichen  Anforderungen des Arbeitsschutzes dennoch erfüllt werden.

In der Praxis sind erfahrungsgemäß die Arbeits- und Bewegungs­flächen für den Einsatz mobiler Lifter oftmals zu klein.


Mit dem Einsatz von Decken- oder Wandliftern kann diese Schwierig­keit beseitigt werden, da sie keine Fußbodenfläche in Anspruch nehmen. Zusätzlich entfällt das Erfordernis eines ortsnahen Stellplatzes für den mobilen Lifter.

Da es sich bei Decken- oder Wandliftern um eine permanente Vor­richtung handelt, wird das Pflegepersonal zur Anwendung ermutigt. Bei der Planung dieser Liftersysteme ist die Statik der Decke und Wände zu berücksichtigen.

Bei der Pflege von schwergewichtigen Patienten, die in Spezialbetten versorgt werden, ist auch die statische Belastbarkeit des Fußbodens zu beachten.

Das jeweilige Landesbaurecht ist hierbei zu berücksichtigen. Orientierungshilfen bieten auch die Musterkrankenhausbau­verordnungen.