Stand: 04/2016

PB Einleitung Barrierefreies Bauen

Die Forderungen nach Barrierefreiheit in Einrichtungen des Gesundheitswesens ergeben sich aus 2 verschiedenen Rechtsquellen. Zum einen dem öffentlichen Baurecht, zum anderen aus dem Arbeitsstättenrecht.

Die Musterbauordnung und damit auch die Bauordnungen der Länder, fordert für Gebäude die öffentlich zugänglich sind, das diese auch von Menschen mit Behinderungen, alten Menschen und Personen mit Kleinkindern barrierefrei erreicht und ohne fremde Hilfe genutzt werden können. Dies gilt insbesondre für Einrichtungen des Gesundheitsdienstes.

Gleichzeitig fordert die ASR V3a.2 dass Arbeitsstätten barrierefrei gestaltet werden müssen, wenn Mitarbeiter mit Behinderungen beschäftigt werden.

Die Hinweise berücksichtigen die Bedürfnisse insbesondere folgender Personengruppen:

  • blinde und sehbehinderte Menschen,
  • gehörlose, ertaubte und schwerhörige Menschen,
  • motorisch eingeschränkten Menschen,
  • Menschen die Mobilitätshilfen oder Rollstühle benutzen,
  • Menschen mit kognitiven Einschränkungen,
  • ältere Menschen,
  • Kinder,
  • klein- und großwüchsige Menschen,
  • adipöse Menschen,
  • Menschen mit Kinderwagen oder Gepäck.

Die Hinweise behandeln Bewegungsflächen für Rollstuhlfahrer, Rampen und Aufzüge, Türen, Treppen, Bodenbeläge, Wände und Treppen, Sanitäranlagen, Bedienelemente, Orientierungshilfen, Flucht- und Notausgänge.

Zusätzlich besteht die Verpflichtung, Arbeitsstätten barrierefrei zu gestalten, wenn Menschen mit Behinderung beschäftigt werden. Die Pflichten beziehen sich nicht nur auf die im Betrieb namentlich bekannten schwerbehinderten Beschäftigten, sondern auf alle Beschäftigten mit einer Behinderung – also auch schon bei einem Grad der Behinderung die weniger als 50 beträgt. Es sind alle Bereiche der Arbeitsstätte zu berücksichtigen zu denen Beschäftigte mit Behinderung Zugang haben müssen.